Leseprobe THE Hunter – Der Teufel schreibt E-Mails (5)

21 Jul

Klappentext

Matt Wilson sieht sich einem mysteriösen Fall gegenüber, denn zwei Mitarbeiter einer Softwarefirma in San Bernardino begehen ungewöhnliche Suizide. Da auch Medina und Alex davon erfahren, und ahnen, dass ein paranormales Wesen dahintersteckt, unterstützen sie Detective Wilson bei der Aufklärung.

Hinweis: Diese Leseprobe ist ein gesonderter Auszug aus der 1. Folge und ausschließlich auf dem THE Hunter Blog zu finden

2.

Sam Johnson nippte an seiner Tasse und verzog den Mund. Der Kaffee war mittlerweile kalt. Um den bitteren Geschmack zu vertreiben, leckte er sich über die Lippen, stellte die Tasse wieder ab und tippte seine Telefonnotiz ins System. Mit einem Blick auf die Uhr stellte er fest, dass es erst 9 Uhr 45 war. Er stöhnte innerlich und öffnete seine nächste Aufgabe, als er zusammenzuckte, weil Ron lärmend seinen Stuhl zurückschob und aufsprang. Da der Boss Lärmschutzwände nicht duldete – man könne ja so viel besser miteinander kommunizieren – erschrak er, weil Ron wie paralysiert vor sich hinstarrte. Feine Schweißperlen standen auf seiner Stirn, der Mund war leicht geöffnet und er verließ mit unsicheren Schritten seinen Platz. Hey, was hat der denn genommen?, ging es Sam durch den Kopf. Er stand nun ebenfalls auf.

„Ron“, zischte er ihm zu. Aber der Kollege reagierte nicht, sondern stolperte zum Fahrstuhl. In seiner rechten Hand entdeckte Sam einen Brieföffner und er hastete ihm nach.

„Ron! Was hast du vor?“, raunte er – nun einigermaßen nervös. Seine Stimme zitterte. Doch Ron reagierte nicht. Sam wollte ihn in dem Zustand nicht allein lassen und stieg mit ihm in den Fahrstuhl.

Ron hatte schon gewählt: Letzter Stock. Die Chefetage im Zwanzigsten. Verfluchter Mist! Wenn er nun …

Als ein leises Pling ertönte, verließ Ron den Fahrstuhl und ging über das Treppenhaus – zum Glück doch nicht zum Chef – weiter nach oben, wo er die Dachterrasse betrat, die den Mitarbeitern aus der oberen Führungsriege vorbehalten war. Hier saß man abends bei einem Gläschen Wein zusammen und besprach die laufenden Projekte. Sam folgte ihm.

Ron wollte aber keine Projekte besprechen. Wie ferngesteuert ging er auf die Begrenzung zu und stellte sich davor. Den Brieföffner hielt er dabei schräg auf seinen eigenen Körper und murmelte leise unverständliche Wörter vor sich hin. Sam riss entsetzt die Augen auf, als er beobachtete, dass sein engster Vertrauter in dieser Firma sich mit raschen Bewegungen das stumpfe Messer mehrmals in seine Brust rammte. Kein Schrei verließ seinen Mund. Wieder und wieder stach er auf sich selbst ein, nach der Brust in den Bauch, den Hals, die Schenkel, so dass sein Blut nur so aus ihm herausspritzte. Zuletzt nahm er sich die eigenen Augen vor und bohrte sich erst das eine Auge und dann das andere aus den Höhlen. Handlungsunfähig stand Sam vor ihm und schrie auf ihn ein. Kurioserweise nahm Ron die hüfthohe Balustrade ohne Probleme, grinste und sprang in die Tiefe.

Zitternd blieb Sam zurück. Ein saurer Geschmack stieg ihm aus dem Magen in den Mund hoch, seine Beine gaben nach, er fiel auf die Knie und erbrach sich.

Der Teufel schreibt E-Mails erscheint im Oktober im dotbooks Sammelband (Kauflinks folgen)

 

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